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Wie war ihr Sommer? Erwartungen & der Umgang damit

 

 

 Na, wie war Ihr Sommer? 

....froh, wieder hier zu sein...

Liebe Coachees, Freunde, Kunden,

es war knapp. Beinahe wäre ich vorbeigefahren. An der Ausfahrt zu Ihnen. 
So viele Ziele, Themen, Aufgaben sind auf mich zugeflogen, um mich gekreist, habe ich geschaffen. Aber... Sie haben mir gefehlt. 

Und ich gebe zu, ich war ein bisschen coaching-müde. Wollte neue Themen machen, wollte andere Seiten und Talente von mir wieder nutzen, aktivieren, ausleben. Alles fein - aber der Kontakt mit Ihnen über diese Briefe hat mir gefehlt. Und daher nehme ich jetzt wieder den Faden auf - einfach so. Lange habe ich überlegt, wie ich den Einstieg nach einer langen Pause wieder elegant oder besonders interessant gestalte. Mir ist nix eingefallen. Also mache ich einfach da weiter, wo ich aufgehört habe. 

Und das ist auch mein Impuls heute für Sie.

Wo haben Sie einen Faden losgelassen? Wo sind Sie vielleicht ausgestiegen, haben sich eine Pause genommen? Und vielleicht geht es Ihnen wie mir:

Wie geht der Einstieg wieder? 

 

 

 

 

 

Viele meiner Coachees haben neue Jobs gefunden in diesem Sommer. Und die Frage war oft, wie geht das jetzt? Wie wird es sein? Wie werde ich mich fühlen? Wie komme ich an? Dann sind wir oft die vier Phasen eines Teams durchgegangen und haben den Prozess eines solchen Neu-Anfangs erläutert. Aber wie steht es um Ihre Gefühle?
Mit welchem Anspruch starten Sie in die neuen Gefilde? 

Dabei ist ein Gedanke immer wieder aufgekommen: was denken die Anderen von mir? Was muss ich tun, damit es reibungslos läuft? 
Haha, da ist mein Coach-Herz gleich los gesprungen - genau bei drei Worten:
"Muss" und "die Anderen" und "reibungslos". 
Na, wo geht Ihre Aufmerksamkeit hin bei diesen Worten? Genau, weg von Ihnen. Aber, wenn Sie weg von sich gehen, spüren Sie nicht, was bei Ihnen los ist. Das fällt Ihnen dann wieder am Abend ein bei einem Glas Wein oder Bier. Und meist sackt man dann erschöpft zusammen und taucht regelrecht wieder aus einer anderen Welt auf. Kenn ich. Ist sau-anstrengend. 
Ich habe mich selbst nach zwei Jahren des Allein-Arbeitens wieder als Freelancer in eine Firma gesetzt. Und schwups war ich weg. Im Tunnel. Ergebnis war eine Erkältung und ein Ekzem an beiden Händen. Bravo, Frau Coach. 
Was war passiert? Ich habe es versucht, allen recht zu machen, gut zu sein, alles zu geben. Mhm. Mein Körper hat mir daraufhin einen Vogel gezeigt und versucht mich aus dem Verkehr zu ziehen.

Was habe ich verändert? Ich habe angefangen, bewusst ruhig zu werden. Weniger zu sprechen, mehr zu zu hören, Fragen zu stellen, mich raus zu nehmen.
Bei einem Schluck Wasser oder einer Tasse Kaffee kurz hinzuspüren, wie es mir gerade geht. Nein, das war nicht gleich ein offener Kanal. Das musste ich mehrmals machen, um immer wieder bei mir anzukommen, zu merken, wenn ich mich nicht so fühlte, wie ich mich fühlen wollte - Herr Gott nochmal. 
Vergessen Sie erstmal alle Prozesse und Regeln und spüren Sie hin. Und - hier kommt der Challenge - seien Sie ehrlich zu sich. Wenn es sich nicht gut anfühlt, gestehen Sie sich das ein. Das heißt nicht, dass der Job der Falsche ist. Es bedeutet erstmal nur, hinspüren und schauen, was Sie jetzt brauchen. 

Genau darum geht es am Anfang: Sie sollen gut für sich sorgen. Lassen Sie sich Zeit anzukommen, ein Gefühl für die neuen Menschen, das neue Umfeld und die neuen Regeln zu entwickeln. Und wenn Sie erstmal drei Liter am Tag trinken....:-) wenn Sie es so verknüpfen wollen, wie ich es getan habe.

Vielleicht kommen alte Ängste hoch aus Erfahrungen, vielleicht klopfen alte Leistungsansprüche an, die schneller, weiter, höher wollen. Schauen Sie sich das an, nehmen Sie wahr und machen Sie erstmal nix. Schauen Sie sich selber über die Schulter und lächeln Sie - min. 60 sec. Das entspannt und die Kollegen /-innen freuen sich. 

In diesem Sinn ein gutes Ankommen bei sich und bei allem, was Sie jetzt neu starten oder wieder aufnehmen. Ich wünsche Ihnen viel, viel Erfolg, Glück, Freude und ...Lachen. 

Herzliche Grüße - schön wieder da zu sein - 
Carolin Steinberger 

 

 

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